#224 Länger als mein Leben

#224 Länger als mein Leben

Die halluzinogene Folge

Nach schier unendlich langen Ferien treffen sich die Studienräte wieder und berichten ausführlich von ihren Aktivitäten. Während Martin mal wieder die Ruhrtopcard ausgenutzt hat, ist Alex ans Mittelmeer geurlaubt und hat dort vor allem die Vollpension ausgenutzt. Stichwort: Maximalprinzip. Wiederum das Minimalprinzip gilt bei Martins Auto, dessen Leidensweg detailliert beschrieben wird.
Die neue Schulwoche beginnt der Herr Batzke mit einer Exkursion zum Landtag und bringt von dort direkt eine interessante Debattenfrage mit: Wahlrecht ab Geburt?
Apropos Wahl: Ungarn hat einen neuen Präsidenten, was ein Aufatmen für Europa bedeuten kann.
Kein Aufatmen gibt es wiederum bei den Spritpreisen, doch für die Problematik hat Alex eine einfache wie geniale Idee. Hört es euch an.
Zur mündlichen Prüfung schickt Alex den Martin auf den Olymp, um sein Mythologiewissen zu testen. Ob er sich tapfer schlägt wie Herkules oder auf die Nase fällt wie Hephaistos, das erfahrt ihr in dieser Folge.
Zur Hausaufgabe fragt Martin dann noch, wo wir eigentlich in der Nacht von Freitag auf Montag waren. Falls ihr euch das auch manchmal fragt, ist die vorgestellte Band genau das richtige für euch.
Haut rein!

83 Jahren, also am 16.04.1943, entdeckte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann zufällig die psychoaktive Wirkung des LSD, das er bereits 1938 auf seiner Suche nach einem Kreislauf-Stimulans hergestellt hat.
Drei Tage später unternimmt er eine protokollierten Selbstversuch:

16:20 Einnahme der Substanz

17:00 Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz.

Mit Velo nach Hause. Von 18 – ca. 20 Uhr schwerste Krise, siehe Spezialbericht:

Die letzten Worte konnte ich nur mit grosser Mühe niederschreiben. […] Ich konnte nur noch mit grösster Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch informiert war, mich nach Hause zu begleiten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad […] nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren. Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. […] die vertrauten Gegenstände nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau […] war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. etc. etc.“

Jürgen Wagner – Zeus und Europa

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