#215 Bierchen bitte, jetzt erst recht! feat. Piet vom BOTTcast

#215 Bierchen bitte, jetzt erst recht! feat. Piet vom BOTTcast

Die krisse auf Kopp drop Folge

Irgendwann in der Ursuppe von Lehrersprechtag biederten wir uns mit dem Folgentitel „Bierchen, bitte“ an einen bestimmten Podcast an, um dorthin eingeladen zu werden. Im Oktober des letzten Jahres wurden unsere Rufe endlich erhört und Piet und Jörg vom Bottroper Podcast Bierchen bitte – Der BOTTcast luden uns zu sich ins Torbogenstudio ein. Heute erfolgt dann die Rückrunde. Piet ist bei uns zu Gast und erzählt davon, wieso er überhaupt dieses Projekt gestartet hat und welche besondere Beziehung er eigentlich zu Bottrop hat.

Von einem Gespräch über die rasante Entwicklung des Projektes hin zu einem veritablen Zweit- oder sogar Erstjob geht es dann ans Eingemachte: Martin ermittelt in einem knallharten Quiz, wer mehr Bottrop ist. Der Stadtcontent Creator Piet, der schon die gesamte Bottroper Prominenz vor dem Mikro hatte, oder Alex, der zwar einst Bottrop, Bottrop nie aber ihn verlassen hat.

Prädikat: Hömma!

103 Jahren, also am 15. Januar 1923, treffen belgische Soldaten in Bottrop ein und lösen die wenige Tage zuvor eingetroffenen Franzosen ab, um die militärische Kontrolle der Stadt zu übernehmen. So wie Bottrop erging es auch den anderen Städten des Ruhrgebiets während der Zeit der Ruhrbesetzung. Im Versailler Kapitulationsvertrag waren den Deutschen von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs hohe Reparaturzahlungen in Form von Geld und Kohlelieferungen aufgedrückt worden, die zu leisten das Deutschland der instabilen Weimarer Republik wegen der Hyperinflation nicht im Stande war. Eine Reaktion auf die Anfang 1923 ausbleibenden Zahlungen war die militärische Okkupation des Ruhrgebiets. Gleichsam als Pfand. Die etwa 2200 belgischen Soldaten der Infanterie, Artillerie und Kavallerie sowie Angestellte der Eisenbahn mussten bis 1925 in Privatunterkünften, Schulen, Gaststätten und sogar im städtischen Schlachthof untergebracht werden. Der von der Regierung angeordnete passive oder “elastische” Widerstand der Bevölkerung gegen die Invasoren in Form von Arbeitsniederlegung, auch Ruhrkampf genannt, verschärfte die Lage noch zusätzlich. Gleichzeitig ist die Situation auch ein Beispiel für die gegenseitige Solidarität der knapp 80.000 Bottroperinnen und Bottroper, die in schwierigen Zeiten füreinander unter und über Tage einstehen.

Alfred Plischka – Der Rotbach in Bottrop-Kirchhellen

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